Auszüge aus den Kritiken: "Warum bestellt der aus Deutschland Hinaus-geworfene sieben Jahre später eine Theateraufführung? Warum kann er wiederkehren? Lassen wir das offen, es ist eine schöne Pointe. (...) Und da bringt Atzlingers Stück etwas auf den Punkt, nämlich eine peinliche Mischung aus treudeutschem Gutmenschentum und persönlicher Verletztheit. (...) Atzlingers Stück bietet eine zugespitzt formulierte, dichte Sprache. Zum Zweiten zeigt es gnadenlos und auch amüsant, wie Menschen schrecklich gut sein wollen, dabei aber über ihre übermächtigen, ganz hübsch ich-zentrierten Gefühle stolpern. Und es sind gute Schauspieler zu sehen." (Cord Beintmann, STZ)
"Es zeigt auf unkonventionelle Art, wie sich - Strich um Strich - eine Katastrophe zusammenbraut. Indem es die Themen leichtfüßig und trotzdem tiefgründig ausspielt, schafft das Stück gleichzeitig eine Quadratur des Kreises. Mit großer Sprachskepsis und in treffenden Bildern lässt Atzlinger seine Figuren auf diversen Konfliktherden tanzen. (...) Die Inszenierung Bernhard Eusterschultes, der auch die Ausstattung entwarf, geht mit ihren Mitteln sparsam und gewitzt um. (...) Egal ob auf Klischees angespielt oder die Berliner Konferenz von 1884 gegeißelt wird, bei der Schwarzafrika unter den Kolonialmächten aufgeteilt wurde: Hangman lässt den moralischen Zeigefinger weitgehend außen vor." (Inge Bäuerle, Esslinger Zeitung)